Schick / Håker Flaten / Steidle
Samstag 3. Oktober 2026 - 20:00
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Ignaz Schick – Alt- und Tenorsaxophon
Ingebrigt Håker Flaten – Bass
Oliver Steidle – Schlagzeug, Perkussion
(english: see below)
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Dieses neue Akustik-Trio besteht aus drei wichtigen Musikern der heutigen europäischen Jazz-, Improvisations- und Experimentalmusikszene. Die Entstehung dieser Besetzung dauerte lange, war jedoch ein logischer Schritt und ergab sich im Wesentlichen aus dem Ausloten der Möglichkeiten und Versuchen, die Kräfte zweier energiegeladener Noise- und elektroakustischer Duos zu bündeln: Ignaz Schick/Oliver Steidle (ILOG, 2013) und Ingebrigt Håker Flaten/Ignaz Schick (2015).
Beide Duos blicken auf eine langjährige und lebendige Geschichte zurück – mit Konzerten in Clubs und auf Festivals in ganz Europa, den USA und Mexiko. Beide Noise-Projekte zusammenzuführen, wäre jedoch eine allzu naheliegende Entscheidung gewesen und hätte den Charakter der Projekte etwas verwässert. Daher wurde beschlossen, die beiden Power-Duos intakt und getrennt zu lassen – sozusagen als Sisters/Brothers in Crime, die sich zwar ähnlich sind, nun aber in diesem wunderbaren akustischen Trio verbündet sind, das sich ganz den Wurzeln verschrieben hat: Free Jazz und freie Improvisation! Pur, melodisch, rhythmisch, energiegeladen, überraschend und in der Tradition verwurzelt.
IGNAZ SCHICK (* 1972) ist ein in Berlin lebender Klangkünstler, Komponist und Instrumentalist (Plattenspieler, Objekte, Live-Elektronik, Saxophon, Flöten). Er begann im Free Jazz und Avant-Rock, studierte später an der Akademie der Bildenden Künste in München und arbeitete als Assistent des Komponisten Josef Anton Riedl. Seit 1995 lebt er in Berlin, wo er zu einer zentralen Figur der experimentellen Musikszene wurde und Festivals wie das Festival für Andere Musik und die Echtzeitmusiktage kuratierte sowie das Label Zarek leitete.
Er tourte weltweit als Solist und mit Gruppen wie Perlonex, Phosphor und dem Splitter Orchestra, veröffentlichte bei Labels wie Mikroton, Potlatch und Staalplaat und arbeitete mit Künstlern wie John Butcher, Don Cherry, Roscoe Mitchell und Keith Rowe zusammen.
Seit 2012 konzentriert er sich auf konzeptuelle Komposition und Radiostücke, gründete das Ensemble Circuit Training und arbeitete mit einer jüngeren Generation Berliner Experimentalmusiker zusammen. Er erhielt Stipendien in der Villa Aurora und der Kulturakademie Tarabya, stellte eigene Arbeiten in Bayern und Berlin aus und leitete 2022 das Forschungsprojekt Kolkata City Sounds, das im Januar 2023 in einem vierstündigen Konzert gipfelte.
http://www.zangimusic.wordpress.com
http://www.zarekberlin.bandcamp.com
INGEBRIGT HÅKER FLATEN (* 1971) ist ein preisgekrönter norwegischer Bassist, Improvisator, Komponist und Bandleader, der seit den frühen 1990er Jahren an der Spitze der modernen kreativen Musik steht. Am bekanntesten ist er als Gründungsmitglied der skandinavischen Gruppe Atomic; in unzähligen Kooperationen und Projekten verbindet er post-Free-Jazz-Experimente mit Elementen aus vielen anderen Stilrichtungen.
Als Innovator sowohl am Kontrabass als auch am E-Bass studierte Håker Flaten im Jazzlinja-Programm in Trondheim, wo er mit den Gruppen The Source und Element spielte – bei letzterer zusammen mit seinen langjährigen Mitstreitern Paal Nilssen-Love und Håvard Wiik. Beide schlossen sich ihm später bei Atomic an, das er gemeinsam mit den Schweden Magnus Broo und Fredrik Ljungkvist gegründet hatte. Seit ihrem Debüt im Jahr 2001 hat Atomic große Anerkennung gefunden.
Seine Musik, die ihre Wurzeln im amerikanischen und europäischen Jazz der späten 50er- und frühen 60er-Jahre hat, vereint Einflüsse aus Rock, Hip-Hop und Folk. Seine Kooperationen führten ihn um die ganze Welt; 2006 zog er von Norwegen nach Chicago und später nach Austin, kehrte 2020 nach Norwegen zurück und knüpfte dabei in jeder lokalen Szene neue Kontakte.
Håker Flaten ist weltweit aufgetreten und auf über 200 Aufnahmen zu hören. Er leitet die Bands Atomic, Young Mothers und das Ingebrigt Håker Flaten Chicago Sextet und spielt in den Formationen Icepick, I.P.A. und dem Dave Rempis Percussion Quartet sowie in früheren Gruppen wie The Thing und Free Fall. Außerdem tritt er solo und im Duo auf und hat mit Künstlern wie Joe McPhee, Peter Brötzmann, Ken Vandermark, Neneh Cherry, Hamid Drake und Chris Potter zusammengearbeitet.
Im Jahr 2015 gründete er Sonic Transmissions, das sich von einem Festival zu einer ganzjährigen Konzertreihe entwickelte, in deren Rahmen zwischen 2015 und 2020 über 100 Musiker auftraten. Seit seiner Rückkehr nach Norwegen hat sich das Projekt zum in Trondheim ansässigen Festival Sonic Transmission North und zum Label Sonic Transmissions Records weiterentwickelt.
Im Jahr 2018 erhielt er den renommierten norwegischen Buddy-Preis und gewann mit Atomic zweimal den Spellemannprisen sowie eine Auszeichnung in der DownBeat-Kritikerumfrage.
http://www.ingebrigtflaten.com
OLIVER STEIDLE (* 1975) ist ein deutscher Schlagzeuger, der dafür bekannt ist, sein Instrument über die reine Begleitung hinaus zu einer vollwertigen musikalischen Partnerschaft zu entwickeln – von Kritikern als „Meister der dynamischen und rhythmischen Flexibilität“ gepriesen, der fließend zwischen Free Jazz und Neuer Musik wechselt und dabei selbst komplexe Rhythmen klar und ausdrucksstark gestaltet.
Er wuchs in Nürnberg auf, wechselte mit 11 Jahren vom Klavier zum Schlagzeug, entdeckte mit 14 Hardcore und Punk (Slayer, Napalm Death) und studierte später Jazz-Schlagzeug am Nürnberger Konservatorium bei Hans Günther Brodmann, wobei er auch im Bayerischen Landesjugend-Jazzorchester spielte. Nach einem Aufenthalt in New York bei dem Pianisten Richie Beirach zog er im Jahr 2000 nach Berlin und wurde zu einem festen Bestandteil der dortigen Jazzszene.
Er war Mitbegründer von Klima Kalima (2002 ; LOFT-Konzert am 31. Oktober 2026!) und schloss sich zusammen mit Frank Möbus und Rudi Mahall der Band Der Rote Bereich an – beide Gruppen erhielten bedeutende Auszeichnungen, darunter den Neuen Deutschen Jazzpreis (2006, 2008) und einen deutschen Plattenkritikerpreis.
Zu seinen zahlreichen Projekten zählen Uli Kempendorffs „Field“, Aki Takases „Tama Trio“, Philipp Groppers Philm, das Trio Die dicken Finger sowie SoKo Steidle, das dafür bekannt ist, seinen Sound ausschließlich durch Live-Auftritte zu entwickeln. Seine neueste Band, Oli Steidle & the Killing Popes (2013), lässt seine Punk-Wurzeln in den Jazz einfließen, wobei er erstmals auch eigene Texte schreibt, die politische Themen behandeln.
Mit Unterstützung von Institutionen wie dem Goethe-Institut tourte er international und trat in ganz Europa, den USA, China, Indien und im Jemen auf.
Ignaz Schick – alto & tenor saxophone
Ingebrigt Håker Flaten – bass
Oliver Steidle – drums, percussion
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This new acoustic trio consists of three of the most iconic players of todays European jazz, improvisation and experimental music scene. This line-up took a long birth phase, but was a logical step and basically came out of juggling the possibilities and attempts of combining the effort of two high energy noise + electro-acoustic duos: Ignaz Schick/Oliver Steidle (ILOG) and Ingebrigt-Håker-Flaten/Ignaz Schick. Both duos started in 2013 (ILOG) and 2015 (HÅKER FLATEN/SCHICK) and have a long standing and fresh history – with concerts in clubs and festivals around Europe, the US and Mexico. But to merge both noise projects was a too obvious choice and somewhat diluting. So it was decided to leave the two power duos intact and separate, sisters/brothers in crime to say, akin, but now allied in this wonderful acoustic trio with a back to the roots approach: Free Jazz and Free Improvisation! Pure, melodic, rhythmic, energetic, surprising and rooted in tradition. Don’t miss out on a rare opportunity to hear & see this three gentleman, who knows when they come together again next, all three are extremely busy men with numerous individual projects and intense itineraries.
IGNAZ SCHICK (born 1972) is a Berlin-based sound artist, composer, and instrumentalist (turntables, objects, live-electronics, saxophone, flutes). Starting in free jazz and avant rock, he later studied at Munich’s Academy of Fine Arts and assisted composer Josef Anton Riedl. Since 1995 in Berlin, he became central to the city’s experimental music scene and has curated festivals including Festival für Andere Musik and Echtzeitmusiktage, running the label Zarek.
He has toured worldwide solo and with groups like Perlonex, Phosphor, and Splitter Orchestra, releasing on labels such as Mikroton, Potlatch, and Staalplaat, and collaborating with artists including John Butcher, Don Cherry, Roscoe Mitchell, and Keith Rowe.
Since 2012 he has focused on conceptual composition and radio pieces, founded the ensemble Circuit Training, and worked with a younger generation of Berlin experimentalists. He has received fellowships at Villa Aurora and Kulturakademie Tarabya, exhibited solo work in Bavaria and Berlin, and in 2022 led the research project „Kolkata City Sounds,“ culminating in a four-hour concert in January 2023.
INGEBRIGT HÅKER FLATEN (b. 1971) is an award-winning Norwegian bassist, improviser, composer, and bandleader who has been at the forefront of modern creative music since the early 1990s. Best known as a founding member of the Scandinavian group Atomic, he blends post-free jazz exploration with elements from many other idioms across countless collaborations and projects.
An innovator on both double and electric bass, Håker Flaten studied at the „Jazzlinja“ program in Trondheim, where he played with The Source and Element — the latter alongside lifelong collaborators Paal Nilssen-Love and Håvard Wiik. Both later joined him in Atomic, formed with Swedes Magnus Broo and Fredrik Ljungkvist. Since their 2001 debut, Atomic has won wide acclaim.
His music, rooted in late-50s/early-60s American and European jazz, incorporates rock, hip-hop, and folk influences. Collaborations have taken him worldwide; in 2006 he moved from Norway to Chicago and later Austin, returning to Norway in 2020, building new ties within each local scene along the way.
Håker Flaten has performed globally and appears on over 200 recordings. He leads Atomic, Young Mothers, and the Ingebrigt Håker Flaten Chicago Sextet, and plays in Icepick, I.P.A., and Dave Rempis Percussion Quartet, alongside past groups like The Thing and Free Fall. He also performs solo and in duos, and has worked with artists including Joe McPhee, Peter Brötzmann, Ken Vandermark, Neneh Cherry, Hamid Drake, and Chris Potter.
In 2015 he founded Sonic Transmissions, which grew from a festival into a year-round concert series presenting over 100 musicians between 2015–2020. Since returning to Norway, it has expanded into the Trondheim-based festival Sonic Transmission North and label Sonic Transmissions Records.
In 2018 he received Norway’s prestigious Buddy Prize, and with Atomic has won Spellemannprisen twice, plus recognition in Down Beat’s Critics Poll.
OLIVER STEIDLE (born 1975) is a German drummer celebrated for pushing the instrument beyond accompaniment into full musical partnership — praised by critics as an ace of dynamic and rhythmic flexibility who moves fluidly between free jazz and new music while keeping even complex rhythms clear and expressive.
Raised in Nürnberg, he switched from piano to drums at 11, discovered hardcore and punk (Slayer, Napalm Death) at 14, and later studied jazz drums at the Nürnberg Conservatory under Hans Günther Brodmann, also playing in the Bavarian state youth jazz orchestra. After time in New York with pianist Richie Beirach, he moved to Berlin in 2000 and became integral to its jazz scene.
He co-founded Klima Kalima (2002 – LOFT concert on Saturday October 31st 2026!) and joined Der Rote Bereich with Frank Möbus and Rudi Mahall — both groups won major honors, including the German Jazz Prize (2006, 2008) and a German record critics‘ award. His many projects include Uli Kempendorff’s Field, Aki Takase’s Tama Trio, Philipp Gropper’s Philm, the trio Die dicken Finger, and SoKo Steidle, known for developing its sound purely through live performance. His newest band, Oli Steidle & the Killing Popes (2013), channels his punk roots into jazz, including his first lyric-writing, addressing political themes.
He has toured internationally with support from institutions like the Goethe Institute, performing across Europe, the US, China, India, and Yemen.