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Livestream aus dem LOFT: Wulfin Lieske & Milan Sládek

Mittwoch 22. April 2020 - 21:00

Wulfin Lieske – Gitarre
Milan Sládek – Pantomime

Der Kölner Gitarrist Wulfin Lieske spielt seine neuesten Werke:
The Arpeggio Experience & The Magic Four

Musiken zum gleichnamigen Bühnenstück von Milan Sladek

Foto: Ctibor Bachraty

Am heutigen Abend sind der Kölner Gitarrist und Komponist  Wulfin Lieske und der legendäre Milan Sládek (Theater KEFKA in Köln) bei uns zu Gast. Der weltbekannte Pantomime, Regisseur und Autor Sládek hat im vergangenen Jahr das Bühnenwerk The Magic Four entwickelt. Es ist eine faszinierende Reflexion über die vier Temperamente – Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker und Choleriker. Dazu hat der  Kölner Gitarrist Wulfin Lieske eine Bühnenmusik geschrieben und gemeinsam haben sie das abendfüllende Werk im Historischen Nationaltheater der Slowakei in Bratislava mit grossem Erfolg uraufgeführt.
Milan Sládek wird am heutigen Abend bei einigen Sätzen von The Magic Four mit von ihm selbst entwickelten Masken im Stil der Commedia dell‘ arte auftreten.

SIE SEHEN DIESEN LIVESTREAM KOSTENLOS ÜBER YOUTUBE, WIR FREUEN UNS NATÜRLICH SEHR, WENN SIE WULFIN & MILAN EINEN „EINTRITT“ ZU DIESEM KONZERT ZUKOMMEN LASSEN, KONTAKTIEREN SIE HIEFÜR BITTE
wulfinlieske[at]me.com

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Rezension: „Von der Leichtigkeit des Seins
von Günther Hennecke in Theater pur

Foto: Ctibor Bachraty

„…Mitreißende Szenen entstehen, durch nichts als durch Mimik, Handbewegungen und Gesten zu Bildern gerinnend. Kongenial, fast zurückhaltend, begleitet den Künstler der Pantomime ein Künstler an der Gitarre mit eigens für den Abend komponierter Musik. Wulfin Lieske gelingt dabei mehr als pure Begleitung: Er drückt das musikalisch aus, was wir sehen und uns vorstellen.

Manchmal grotesk, dabei immer in fließende Bewegungen getaucht, durchzieht den ganzen Abend dabei eine tiefgreifende Poesie. Verbunden mit einer stets spürbaren Liebe zu den Menschen, die er mit seinen Pantomimen zum Leben erweckt. Und wenn er sich mit einer federleichten Gaze umgibt, sie in Wellen bewegt, sie um sich wehen lässt und sich mit ihr umwickelt, um zum Schluss unter ihr zu verschwinden, verweisen diese Spielszenen auf die ungebrochene Freude eines 80-Jährigen an der Kunst und dem richtigen Leben. Viel Jubel nach 75 Minuten zauberhaften Theaters.“


Wulfin Lieske wurde durch seine frühen Free-Jazz Produktionen mit dem Quartett EXTEMPORE, als Preisträger internationaler Wettbewerbe, durch sein Oratorium „Über den Wassern“ auf der EXPO2000 mit seinem Ensemble BRONSKY RITUAL und dem HILLIARD ENSEMBLE und der Premiere seines Requiems DREAMTIME mit dem WDRSO in der Kölner Philharmonie bekannt. Zur Zeit Arbeit er an einer Oper.

Zahlreiche CD Einspielungen dokumentieren sein vielfältiges Schaffen als Gitarrist und Komponist.

http://www.wulfinlieske.com

Milan Sládek, geboren 1938 in Strezenice (in der heutigen Slowakei), hatte als Schüler Emil František Burians in Prag bereits eine beispielose Karriere vorzuweisen, bevor er 1968 – nach der Niederschlagung des Prager Frühlings – über Schweden in die Bundesrepublik emigrierte. 1974 eröffnete Sládek sein Theater Kefka in Köln, das Theater, das zu damaliger Zeit das einzige feste Pantomimentheater in Westeuropa war. Zwei Jahre später wurde auf seine Initiative und unter seiner künstlerischen Leitung das Internationale Pantomimenfestival Gaukler aus der Taufe gehoben, das in Zusammenarbeit und mit finanzieller und organisatorischer Unterstützung der Stadt Köln zwölf Jahre zu den besten seiner Art in der Welt gehörte. Die Journalisten werteten die Stadt Köln als „Mekka der Weltpantomime“. In der intensiven über 25 Jahre andauernden Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut hat Milan Sládek mit seinem Ensemble mehr als fünfzig Länder der Welt besucht. Er hat an unzähligen Festivals rund um den Globus teilgenommen.

http://www.milansladek.eu/

Milan Sládek – Preise und Auszeichnugen (Auswahl):

1963 – Preis des Kulturministeriums, Prag
1965 – Grand Prix de Nancy, Theaterfestival Nancy
1967 – Erster Preis für Regie, Theaterfestival Istanbul
1968 – Preis des Kultusministeriums zum 5O-jährigen Jubiläum der Tschechoslowakei
1968 – Leopold Daniels-Auszeichnung, USA
1998 – „Zlatá bula“ Die Goldene Bulle der Stadt Bratislava
2000 – Ludovit-Stur-ufzeichnung, überreicht vom slowakischen Staatspräsidenten Rudolf Schuster
2000 – Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, verliehen durch Bundespräsidenten Johannes Rau
2009 – Preis für sein Lebenswerk, Festival Gagy Slowakei
2016 – „Stiftung Trebbia“ Europäische Auszeichnung, Prag
2017 – Verleihung des Bauturm-Kunstpreises, Stadt Köln am Rhein „Theater im Bauturm“
2018 – Silbermedaille, überreicht durch den Rektor der Akademie für musische Künste in Prag