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Jovita Zähl spielt John Cage
Sonntag 3. März 2013 - 18:00
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Jovita Zähl – piano
John Cage: Sixteen Dances
Ballet 1951 for Merce Cunningham for piano
Gemeinsam mit dem „Concerto for Prepared Piano and Orchestra“ begründen die „Sixteen Dances“ John Cages Phase der beginnenden Erforschung sozialer Fragen sowie des Einsatzes von Zufallsoperationen in der Musik. Am 17. Januar 1951 wurde das Werk am Bennet College in Millbrook uraufgeführt mit John Cage am Klavier. Wenn es finanziell nicht anders möglich war, wurden die „Sixteen Dances“, die überwiegend in der Ensemble Fassung aufgeführt wurden, mit der Klavier Version begleitet. Merce Cunninghams Choreographie zielte auf expressives Verhalten ab. In diesem Fall setzt sie die neun permanenten Gefühlshaltungen der klassischen indischen Ästhetik um; es handelt sich um vier „helle“ und vier „dunkle“ Gefühlshaltungen sowie einer „ruhigen“ als der Neunten und einer „durchdringenden“. Cunningham stellte sie nicht in einer logischen oder psychologisch aufbauenden Reihenfolge zusammen, sondern ließ durch den Wurf einer Münze den Zufall über die Reihung der einzelnen sechzehn Tänze entscheiden. So entstand die zufällige Aufeinanderfolge von „Anger“, „Humor“, „Sorrow“, „Heroic“, „Odious“, „Wondrous“, „Fear“ and „Erotic“. Walter Zimmermann beschäftigte sich mit dem vollständigen Klaviermanuskript, das in der Public Library in New York archiviert ist, erstellte auf dieser Grundlage die vorliegende Transkription und veröffentlichte sie zum 100. Geburtstag von John Cage am 05.09.2012.