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SUMMARY:MELANOIA _QUATUOR iXi // DLF-Mitschnitt
DESCRIPTION:Christian Weidner – Altsaxophon\nJozef Dumoulin – Piano\, Fender Rhodes\nRonny Graupe – Gitarre\nDejan Terzic – Schlagzeug\nRégis Huby – 1. Violine\nJohan Renard – 2. Violine\nGuillaume Roy – Bratsche\nAtsushi Sakai – Cello \n\nVier Musiker – Saxofonist Christian Weidner\, Pianist Jozef Dumoulin\, Gitarrist Ronny Graupe und Schlagzeuger Dejan Terzic – die den Jazz von der anderen Seite aufrollen. Die Prämisse ist das gemeinsame Zuhören\, sich gegenseitig Auffangen\, aufeinander Eingehen. Vor diesem Hintergrund klingen Soli nie wie Soli\, sondern sind immer Teil der spontanen oder kalkulierten Komposition. Die Grenzen des Augenblicks öffnen sich mit denen anderer Augenblicken in einer Kette unausweichlicher Impulse zum lebendigen Prozess. Musizieren ohne Eitelkeit\, vier individuelle Stimmen\, die sich in diesem Kontext aus dem Wir ableiten. \nAll das würde sicher auch jede andere Jazz-Formation für sich in Anspruch nehmen\, aber Melanoia kommt eben nicht nur ohne Floskeln und Parolen\, sondern auch ohne die üblichen Jazz-Reflexe aus. Das Resultat ist eine überaus weiche Musik\, die sofort zur körpereigenen Hörmasse in der emotionalen Selbstbestimmtheit des Hörers wird. Denn Bandleader Dejan Terzic lässt Gefühle zu. Es geht niemals um Originalität\, sondern immer um Authentizität. Das Originäre\, Einzigartige leitet sich daraus wie von selbst ab. \nMelanoia ist ein Bund von Geschichtenerzählern. Im zeitgenössischen Jazz durchaus eine Seltenheit. Für ihre neue Geschichte haben sie sich nun Gesellschaft gesucht. „Ich hatte schon lange die Idee\, Musik mit einem Streichquartett zu machen“\, erzählt der Drummer. „Ich habe die Musiker des Streichquartettes Quatuor iXi kennengelernt\, mit denen sich der Kontakt intensivierte. Die Maßgabe war\, dass es viel Platz für Improvisation geben muss. \nQuatuor iXi\, das sind die Violinisten Régis Huby und Johan Renard\, Bratschist Guillaume Roy und Cellist Atsushi Sakaï. iXi steht für Interpretation durch Improvisation. Die vier Streicher kennen sich im Jazz aus\, haben einen sehr direkten Zugang nicht nur zur Improvisation\, sondern auch zum Spiel mit Nuancen\, Stimmungen und den Aggregatzuständen des Augenblicks. Wenn Melanoia die Farben und Flächen beisteuert\, so sorgt Quatuor iXi für die Konturen und Schraffuren. Und doch ist diese Rollenverteilung zu keinem Zeitpunkt starr\, sondern fließt hier zu einem Aquarell zusammen und wird da komplett auf den Kopf gestellt. \nWas dabei entsteht\, lässt sich am besten mit dem Wort Lebensnähe beschreiben. Nichts kommt so\, wie man es denkt\, und doch bleibt dem Ohr stets die Möglichkeit\, im Vertrauten Zuflucht zu finden. \nKeiner der neun Beteiligten hat Angst vor Klischees\, aber der Umgang und das Bekenntnis zum verschränkten Spiel mit dem Hergebrachten hebt sie über alles Konventionelle hinaus. Komponistin wie Spieler legen sich in die Melodien hinein\, ihre Spielfreude kommt auch in leisen Passagen ungehindert zum Ausdruck. „Es ist mir wichtig“\, so Terzic\, „dass Improvisation aus einem homogenen Kontext heraus entsteht. Ich selbst bin ein Melodiker. Es muss für mich nicht superabstrakt sein\, weil dabei das Melodische oft zu kurz kommt. Meine Stücke haben stets einen einfachen melodischen\, dafür aber umso komplexeren rhythmischen Charakter. Aus dieser Situation heraus versuche ich Platz für Improvisation zu schaffen. \n\nCDs\n„MELANOIA“ (ENJA RECORDS 2013)\nMELANOIA „Labyrinth“ (ENJA RECORDS 2015)\nMELANOIA_QUATUOR IXI „Red“ (BMC RECORDS 2016)\nMELANOIA -Dumoulin/Weidner/Graupe/Terzic (BMC RECORDS 2018) \nwww.dejanterzic.com
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