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SUMMARY:MATS UP (CH): “Same Pictures - New Exhibition“
DESCRIPTION:Domenic Landolf – reeds\nThomas Luethi – reeds\nBernhard Bamert – tb\, Léo Tardin – p.\nDominic Egli – dr.\nArne Huber – bass \nMatthias Spillmann – tr. \n\n„European Neighbours in Köln“ ein Projekt von Jazz am Rhein e.V. in der neuen Reihe EURO JAZZ 21’ \nWenn man die Bearbeitung von Modest Mussorgskijs „Bilder einer Ausstellung“ für Jazzseptett von Matthias Spillmann hört\, fragt man sich: warum ist da noch keiner früher auf die Idee gekommen? So flüssig\, natürlich und schlüssig sind die Arrangements von Spillmann! Da wirkt nichts konstruiert oder aufgesetzt\, obwohl viel Zeit und durchdachte Arbeit investiert wurde. Der Reiz dieser Jazz-Bearbeitung eines kanonisierten Klassikers ist die Leichtigkeit mit der sie daher kommt. Die epocheübergreifenden Raum- und Zeitverschiebungen beschleunigen den Verlust vorgestanzter Sozialisationen des Klassischen. Die musikalische Spannung\, die ausdem Wissen des Zuschauers resultiert\, der die abgespeicherten Informationen mit den aktuellen Erfahrungswerten abgleicht\, verschafft höchsten musikalischen Genuss. Sieben excellente Musiker begeben sich auf eine Zeitreise musikalischer Art\, um insgeheimdie Gleichzeitig- und -wertigkeit von Vergangenheit\, Gegenwart und Zukunft zu zelebrieren. Mussorgskijs Klavierzyklus beschreibt in seinen einzelnen Sätzen Gemälde und Zeichnungen seines Freundes Viktor Hartmann. Die Bilder sind quasi vergessen. Die Komposition aus dem Jahr 1874 ist es nicht. Als ein Musterbeispiel für Programmmusik angesehen\, wurde sie kongenial von Maurice RAVEL für Orchester arrangiert. Spillmann bewahrt sich ebenfalls einen freien Zugang zu der Komposition. Da groovt und swingt es\, dass es einem frisch das Ohr durchbläst. Bei dem vollen und doch transparentem Bläser-Sound hat man jederzeit den Eindruck ein größeres Orchester ist am Werk. Die Solis sind vom feinsten\, was die aktuelle Schweizer Szene zu bieten hat. Jede Note ist ein Lustgewinn. Diese musikalischen Überflieger erobern mit Ihren Instrumenten unbekannte Territorien mit Verve und Raffinesse. Aber man muss nicht die Vorlage kennen\, um in den absoluten Genuss der Musik und auf den Geschmack zu kommen. Spillmann´s Konzept ist eine Kategorie für sich: respektvoll gegenüber der Vorlage\, aber vollkommen eigenständig in ihrer schöpferischen Originalität und Qualität. \nAlso Ohren und Programmbücher auf!! Denn schon jetzt ist meiner Meinung nach “Same Pictures – New Exhibition“ ein kommender Klassiker des Jazzkanons!! \nIn Zusammenarbeit mit Jazz am Rhein e.V. \ngefördert vom Kulturamt Köln\, der SK Stiftung\, Sparkasse Köln Bonn und Skoda Auto Deutschland.
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