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SUMMARY:Conny Bauer Solo
DESCRIPTION: Conny Baue – Posaune \n\n© Georg Krause\nDer Posaunist Conny Bauer begibt sich stets auf musikalische Grenzgänge. Als Protagonist des Freejazz in der DDR tourte er durch ganz Deutschland\, die USA\, Japan und Südamerika. Er spielt mit international renommierten Improvisationsmusikern wie Peter Brötzmann\, Louis Moholo-Moholo\, William Parker oder Hamid Drake. Seit 1974 fasziniert Bauer mit seinen Solo-Performances. Für sein Programm „Der gelbe Klang“ macht er sich die vielfältigen Möglichkeiten des live-recordings zunutze und lässt seinen eigenen einzigartigen Posaunenchor erklingen. – Conny Bauers Tonlinien liegen übereinander wie transparente Farbschichten. Sie wirken auf den Raum\, live eingespielt und als Loops vervielfältigt\, entfalten sie sich im Dialog mit der Umgebung immer wieder neu. Für seine Performance „Der gelbe Klang“ wurde Conny Bauer mit einem Platz auf der Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie „Grenzgänge“ ausgezeichnet. Heute spielt Conny Bauer eine Bassposaune. Durch den tieferen und weicheren Klang dieses Instruments verleiht er seinen charakteristischen Blastechniken nochmal eine neue Farbe! \n\nBiographie und Werk \nConny Bauer\, geboren 1943 in Halle an der Saale\, begann als Jugendlicher zu musizieren. Nach autodidaktischen Anfängen als Sänger und Gitarrist\, studierte er in Dresden Posaune. Dort entdeckte er den Jazz für sich. Nach dem Studium zog er nach Berlin und spielte in verschiedenen Bands\, wie der „Modern Soul Band“\, „Synopsis“ oder „FEZ“. 1974 gab er sein erstes Solo-Konzert und fasziniert seitdem seine Zuhörer mit immer neuen Klängen\, die er durch meisterhafte Blastechniken erzeugt. Der US-amerikanische Musikjournalist John Corbett prägte den Begriff der „Conradismen“ und bezeichnete Bauers Musik als „eine der radikalsten originalen Stimmen in der improvisierten Musik.“\nFür seine Solo-Improvisationen wählt Bauer stets besondere Orte – den Zeus-Altar im Berliner Pergamonmuseum\, den Magdeburger Dom oder das Leipziger Völkerschlachtdenkmal gaben seiner Musik schon ganz eigene Entfaltungsräume. Für die Schallplattenaufnahme „Flüchtiges Glück“ reiste er 1986 nach Köln und spielte im Rahmen des Projekts „Vor der Flut“ im Wasserspeicher Severin. \nBauer tourte durch Europa\, die USA\, Kanada\, Südamerika und Japan und spielt mit international-renommierten Musikern wie Gianluigi Trovesi (sax\, cl)\, Peter Brötzmann (sax) oder Han Bennink (dr). Er ist neben Ernst-Ludwig Petrowsky (sax)\, Günter „Baby“ Sommer (dr) und Uli Gumpert (p) Gründungsmitglied des legendären „Zentralquartetts“\, dem er bis 2015 angehörte. \nFür seine Musik wurde er bereits vielfach ausgezeichnet\, 1986 mit dem Kunstpreis der DDR und 1994 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin. 2004 erhielt Bauer insbesondere für sein Solo-Album „Hummelsummen“\, das in der Kirche von Boswill / Schweiz aufgenommen wurde\, den SWR-Jazzpreis. 2008 erlangte er einen Platz auf der Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie „Grenzgänge“ für seine Solo-CD „Der gelbe Klang“. \nSeit Anfang 2016 begleitet Conny Bauer das Stück „Stunde der Komödianten“ im neuen theater in Halle live an der Posaune. Er spielte im April 2016 zum Richtfest der James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel und gab zahlreiche hochgelobte Solo-Konzerte. \n\nPressestimmen\n\n„Polyphoner Zauberer Conrad Bauer“\nNeue Züricher Zeitung am Sonntag \n„Bauers Konzerte sind nicht wie andere Konzerte. […] Dieser Mann ist sein eigener Posaunenchor. Er arbeitet nicht mit doppelten Böden\, dafür aber mit sich potenzierenden Ideen\, insbesondere seit er die Elektronik für sich entdeckt hat. Er beherrscht die Zirkularatmung\, Überblastechniken\, Mehrstimmigkeit\, resultierend aus zwei Stimmen\, geblasen und gesungen\, die in einer Weise Obertöne verstärken\, dass es die Posaune wie vier- oder mehrstimmig klingen lässt\, Geräuscherzeugung und -einbeziehung inklusive\, perkussives Lippenflattern\, rhythmisches Fußstampfen und und und. So tritt er mit sich in den Dialog. Mindestens.“\nUlrich Steinmetzger\, nmz\, 23.10.2009 \n„‘Der Gelbe Klang‘ sprüht vor musikalischen Ideen. In ihm wird nicht nur Musik transportiert\, es schwebt auch die Inspiration allgemeiner Kommunikationsweisen durch Instrument und Klang lange nach\, und stellt tradierte Aussagemöglichkeiten von Melodien\, Rhythmen und harmonischem Usus auch in kleinen Details in Frage. Das meisterliche Spiel von Conny Bauer ist bewundernswert. Man staunt und lauscht und freut sich über die vielen kleinen Botschaften\, die in den beeindruckenden Soli und Collagen versteckt sind.“\nMarion N. Fiedler\, www.musik-in-dresden.de\, 26.11.2012 \n„Geradezu atemberaubend ist\, wie souverän Conny Bauer mit seinen elektronischen Zuspielen umgeht\, sie seinen Melodie- und Rhythmusvorstellungen passgenau einfügt. ‚Electronics hat man auch\, um sie zu überlisten‘ hat er einmal gesagt. So bleiben die Posaune und die menschliche Stimme die Instrumente\, die alle Gefühle zum Ausdruck bringen können\, Trauer und Freude\, Weinen und Lachen […]. Danke Conny Bauer – für eine starke physische und eine noch stärkere musikalische Leistung am Sonntag in der Trafo-Station. Dieses Konzert war einer der Höhepunkte des Jenaer Jazzfrühlings.“\nDietmar Ebert\, Thüringische Landeszeitung\, 24.5.2016 \n\nEhrungen \nKunstpreis der DDR\, 1986\nVerdienstorden des Landes Berlin\, 1994\nSWR-Jazzpreis\, 2004\nBestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie Grenzgänge für „Der gelbe Klang“\, 2008
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