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SUMMARY:Bachelorabschlusskonzert Jazzsaxophon Salim Javaid: UNVIEL & UCHRONIA
DESCRIPTION:UNVIEL:\nSalim Javaid (CZ) – saxophones\, clarinets\nNathan Bontrager (USA) – cello\nMarlies Debacker (BE) – prepared piano\nEtienne Nillesen (NL) – prepared snare drum \nUCHRONIA:\nSalim Javaid (CZ) – saxophones\nMarlies Debacker (BE) – piano\nStefan Schönegg (DE) – bass\nDominik Mahnig (CH) – drums \n\nThe name UNVIEL refers to the English expression „to unveil“\, as the music centers around creating\, stacking and dissolving layers of sound and musical ideas\, to unveil the true and pure essence of the piece of music. In order to achieve this effect\, the quartet relies on long improvisations\, sometimes even with little development or in a static manner. However\, because of the musicians silent virtuosity\, even the smallest gestures are full of intensity and meaning. Due to the improvisers delicate sense for instant composition and fine instrumental control\, the resulting music shows a strong affinity for minimal classical chamber music. That’s why the name of the band „UNVIEL“ also spells „UN“ and „VIEL“\, which can be translated as „not much“\, which stresses the minimalistic musical approach of this project. \nListen to UNVIEL here:\nhttps://soundcloud.com/user-639374284/sets/unviel \n\n\nUCHRONIA\nIn UCHRONIA treffen mit der belgischen Pianistin Marlies Debacker\, dem tschechisch-pakistanischen Saxophonisten Salim Javaid und der eingespielten Rhythmusgruppe Dominik Mahnig/ Stefan Schönegg („Die Fichten“\, „Young Cologne Trio“\, „Botter“) vier sehr unterschiedliche improvisatorische Persönlichkeiten aufeinander. Dadurch vermischt sich Debackers und Javaids düsteres\, fast schon klagendes Spiel mit Schöneggs erdigem Minimalismus und Mahnigs energetischem und humorvollem Spiel. Die Musik bewegt sich zwischen streng notierter Musik und freier Improvisation\, wobei beide Teile sich ergänzen. So erklingen in den Kompositionen beispielsweise Strukturen und Klänge die sich in der Improvisation nicht umsetzen ließen. Andererseits liefert die Improvisation auch zahllose Momente\, die sich wiederum kaum auf Papier festhalten lassen würden. So bleibt es dem Quartett überlassen\, welchen der beiden Wege es zum Erzählen einer Geschichte wählt. \nDebacker und Javaid treten hierbei als Komponisten auf\, und wählen zum Verwirklichen ihrer Kompositionen\, welche von Stockhausen\, Berio und Berg beeinflusst sind\, das Format des Jazzquartetts. Dadurch treffen beispielsweise komplexe Tongruppen und Klangkompositionen auf vertrackte Grooves\, pseudo-elektronische Klänge und energetische Kollektiv-Soli. \nDer Name UCHRONIA bedeutet „Alternativ-Weltgeschichte“\, also ein theoretischer\, hypothetischer und alternativer Zeitverlauf unserer Geschichte und Realität.Vorausgesetzt es gibt eine unendliche Anzahl an Paralleluniversen\, so entsteht bei jedem Wurf eines Würfels\, jedem Münzwurf\, jeder Entscheidung und jedem Zufall eine Verästelung unserer eigenen Realität in mehrere alternative Zeitstränge und ebenso verhält es sich in der Improvisation. Die Auswahl eines Tons oder eines Geräusches aus unendlichen Möglichkeiten hat zur Folge\, dass sich eine einzigartige(!) Musik bildet\, die in unendlichen Paralleluniversen ebenso unendlich viele Versionen hat. Die Erkenntnis\, dass die gehörte und gespielte Improvisation ein Bruchteil der Unendlichkeit ist\, hat Folgen für unser Denken. Zum einen mag man bedauern\, nur eine einzige Version der Musik jemals zu hören. Zum anderen gibt dies der Musik eine Flüchtigkeit und Fragilität\, die sie umso lebendiger und kostbarer macht. \nAufnahmen gibt es hier:\nhttps://soundcloud.com/user-639374284/sets/uchronia
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