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SUMMARY:Autorenmusik II:  sprechbohrer / Köln
DESCRIPTION:Sigrid Sachse\nHarald Muenz\nGeorg Sachse \nEintritt frei \n\nsprechbohrer\nSchriftstellerInnen und KomponistInnen haben für das phonetisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer neue Stücke geschaffen\, die im »zwischenreich von musik und sprache« (Hans G Helms)) angesiedelt sind – zwischen Lautpoesie und Sprachmusik\, Performance und kompositorischer Erforschung der Sprechwerkzeuge. Das bundesweite Projekt Autorenmusik  geht in die zweite Runde mit Stücken von: \nChristian Filips (Berlin) ʋoˈka:ɫdʁɛkʰ! – Eine rheinische Kirmesphonetik in fünf Sätzen\nNeo Hülcker (Berlin)  Bei unserer Höhle dahinten\nBarbara Köhler (Duisburg) … wie ein Ei dem anderen: (Vom Gleichen\, ab ovo)\nSwantje Lichtenstein (Düsseldorf) jugular verflossen. stück für drei stimmen & diverse fische\nFlorian Neuner (Berlin) Versumpfung – Hommage à Hans Bahlow\nRoman Pfeifer (Köln) Noise Study – so einen Art 3-stimmiger Geräusch Synthesizer\n\nChristian Filips \nʋoˈka:ɫdʁɛkʰ!  – Eine rheinische Kirmesphonetik in fünf Sätzen – Ca. 12 Minuten \nVersuch einer rheinischen Kirmesphonetik für das einzig wahre Kölner Dreigestirn: Die Sprechbohrer. Verwendetes Material: Rheinische Kirmestänze B.A. Zimmermann\, Algorithmus des Kölner phonetischen Codes\, Zitate von Karl Küpper\, Gesänge aus der Kölschen Stunksitzung\, Ravels Bolero\, Aussagen der Sprechbohrer aus persönlichen Gesprächen \nChristian Filips\, lebt als Dichter\, Regisseur\, Musikdramaturg in Berlin. Zwischen 2000 und 2007 Studien der Philosophie\, Musikwissenschaft\, Literatur in Brüssel\, Wien\, Berlin. 2001 Rimbaud-Preis des Österreichischen Rundfunks. Seit 2006 Programm- und Archivleiter der Sing-Akademie zu Berlin. Erweiterter Poesiebegriff: Inszenierungen von Musiktheatern und sozialen Plastiken\, die u.a. an Castorfs Volksbühne und am Berliner Ensemble zu sehen waren. Die Texte erscheinen beim Schweizer Verleger Urs Engeler\, Schupfart. Zuletzt erschienen: Heiße Fusionen\, Beta-Album. Gedichte und Analysen zur poetischen Ökonomie\, 2007-2018\, roughbook\, Juli 2018 \n\nNeo Hülcker  \nBei unserer Höhle dahinten  11 Minuten \ndas Grundmaterial dieses Stückes bildet eine Videoaufnahme von mir als ich 7 Jahre alt war. Es ist Mai 1994\, ich sitze in einem pinken Bademantel am Abendbrotstisch und berichte von den Abenteuern\, die ich an dem Tag erlebt hatte. Mein kindliches Erzählen ist geprägt von einem eigentümlichen Redefluss voller Brüche und Übertreibungen und meinen Versuchen\, die Geschichten so spannend wie möglich klingen zu lassen. Dieses kindliche Sprechen von damals erschien mir bei heutigem Hören sehr musikalisch und voller schöner sprachlicher und performativer Seltsamkeiten und ich beschloss mit diesem besonderen Material zu komponieren. \nNeo Hülcker ist ein* Komponist* und Performer*\, dessen* Fokus auf Musik als anthropologische Untersuchung in alltäglichen Lebensumgebungen liegt. Seine* Kompositionen nehmen meist in Form von Situationen\, Performance-Installationen\, Videos\, Aktionen und Interventionen Gestalt an und beschäftigen sich mit digitalen Praxen (wie z.B. ASMR)\, Kindheit\, Tier-Mensch-Beziehungen\, queeren Handlungsweisen und kulturellem Hacking. \nwww.neelehuelcker.de \n\nBarbara Köhler  \n… wie ein Ei dem anderen: (Vom Gleichen\, ab ovo) \nMenschen\, die (womöglich) das Gleiche meinen\, können das unterschiedlich sagen. Stimmen\, die das Gleiche sagen\, unterscheiden sich – und es. Wer gleicht\, wer vergleicht\, wer wird verglichen? Ist “gleichen” ein Tätigkeits- oder ein Zeitwort? Oder ein Beiwort\, etwa ein Adjektiv? Eine Etüde zur Grammatik von sprechbohrer. \nBarbara Köhler wurde 1959 bei Amerika/Sachsen geboren. Von 1985 bis 1988 studierte sie am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig und lebt seit 1994 in Duisburg. Sie veröffentlichte mehrere Gedichtbände\, Essays\, Übersetzungen von u.a. Gertrude Stein und Samuel Beckett. Als Multimediakünstlerin arbeitet sie mit Text im Raum: an Schriftbildern\, Audio-Installationen\, Multiples und Texten für öffentliche Räume sowie private Gärten. Jüngste Publikation: “42 Ansichten zu Warten auf den Fluss”\, Edition Korrespondenzen\, Wien. \n\nSwantja Lichtenstein \njugular verflossen. stück für drei stimmen & diverse fische\, 2018\, 4:57 min \nDie polyphone Rhythmik der Fischgesänge bzw. -signallaute bilden die Grundlage des Sprechstücks\, das eine Referenz zu den Klang-Körper-Verbindungen des Komponisten Vinko Globokar aufruft. Das Stück eröffnet den sprachlichen Klangraum\, der materiell sowie inhaltlich verfasst ist und die Frage nach der Verbindung von Wort\, Rhythmik und Körper stellt\, ebenso wie den Versuch die Sprachlichkeit anderer Spezies ernst zu nehmen. \nSwantja Lichtenstein Autorin\, Künstlerin\, Professorin\, arbeitet international\, transmedial und feministisch zwischen Performance\, elektroakustischer Sound Art\, (Konzeptuellem) Schreiben und Theorie. Künstlerische Leitung des cOsmOsmOse-Festival. Veranstaltet am 9.11.18 im NRW Forum das Festival: Rolling Eyes. Feminist Voices\, Text and Sound. \nwww.swantjelichtenstein.de \n\nFlorian Neuner \nVersumpfung – Hommage à Hans Bahlow \nDas in einer Taschenbuchausgabe weit verbreitete Lexikon Deutschlands geographische Namenswelt von Hans Bahlow (1900 – 1982)\, in dem alle Ortsnamen auf alte Bezeichnungen für Gewässer und Moore zurückgeführt werden\, gilt Fachleuten als Ärgernis. Sie werfen Bahlow vor\, zahlreiche vorgeschichtliche »Sumpf-Wörter« frei erfunden zu haben und konstatieren »limnophilen Unfug«. Mich hat das obsessiv einer fixen Idee folgende originelle Machwerk dazu angeregt\, die »Versumpfung« der Namenswelt sprachmusikalisch nachzuvollziehen. \nFlorian Neuner\, geboren 1972 in Wels\, lebt als Schriftsteller und Publizist in Berlin und gibt gemeinsam mit Ralph Klever die Zeitschrift Idiome. Hefte für Neue Prosa heraus. Er betreibt psychogeographische Forschungen u. a. im Ruhrgebiet und kooperiert mit Komponisten wie Christoph Herndler und Harald Muenz. Letzte Bücher: Drei Tote (Verlag Peter Engstler 2017)\, Inseltexte (Klever Verlag 2014) Moor (oder Moos) (Verlag Peter Engstler 2013). \nwww.literaturport.de/Florian.Neuner \n\nRoman Pfeifer\,  \nNoise Study – so einen Art 3-stimmiger Geräusch Synthesizer – 9 min \nRoman Pfeifer unterrichtet Notation\, Musiktheorie\, Analyse Elektronischer Musik und Elektronische Komposition an der Folkwang Universität der Künste Essen. Er publizierte Texte zu verschiedenen Komponisten und hält Vorträge\, unter anderem über Elektronische Musik\, instrumentale Sprachsynthese und Raum in der Musik. \n2012 gründete er die Kompanie KAMMERELEKTRONIK mit der er Konzertperformances im Kammermusikformat konzipiert und realisiert und an der Verbindung von Klang\, instrumentaler Geste\, Tanzbewegung\, Stimme\, Licht und Raum arbeitet. \nhttp://www.romanpfeifer.de/ \nhttp://kammerelektronik.de/ \n\nsprechbohrer \nDas musico-phonetische SprachKunstTrio sprechbohrer (Sigrid Sachse\, Harald Muenz\, Georg Sachse) gründete sich 2004\, um gemeinsam aus musikalischer Perspektive an Sprechkunst zu arbeiten – transdisziplinärer Kunst zwischen Musik\, Phonetik und Literatur. \nwww.sprechbohrer.de \n\nKuratoren: Harald Muenz & Florian Neuner \n\nDank den Förderern: \n \n  \n\nsowie den Kooperationspartnern\nLettrétage (Berlin\, 10.Nov / Uraufführung)\nLOFT  (Köln\, 14.Nov)\nKunsttempel  (Kassel\, 17.Nov)
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