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Simon Nabatov „Changing Perspectives“ Teil 3: Loves – Failed or Not

Donnerstag 19. Dezember 2019 - 20:30

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ER: Tobias Christl – Gesang
SIE: Rebekka Ziegler – Gesang
Udo Moll – Trompete
Leonhard Huhn – Altsaxophone, Sopransaxophone
Sebastian Gille – Tenorsaxophone
Janning Trumann – Posaune
Axel Porath – Viola
Nathan Bontrager – Violoncello
Kathrin Pechlof – Harfe
Stefan Schönegg – Kontrabass
Dominik Mahnig – Schlagzeug
Simon Nabatov – Klavier, Komposition


© Ursula Zeidler

Der Pianist und Komponist Simon Nabatov ist seit fast 30 Jahren nicht nur ein fester Bestandteil der Kölner Jazzszene, sondern auch deutschlandweit und international ist der aus Russland stammende Musiker als Interpret und Mentor vielseitig beachtet. Seine Aktivitäten, ob in eigenen Ensembles oder als Sideman, machen ihn zu einer der schillerndsten Figuren der freien Improvisation und des zeitgenössischen Jazz. Immer wieder hat er Neues gewagt, Projekte initiiert und oft und gerne junge Talente in der Szene gesucht und gefördert.
2019 wird Simon Nabatov seinen 60. Geburtstag begehen und zudem 30 Jahre in Köln gelebt haben, zwei Gründe für ihn, diese Ereignisse mit 3 Konzerten im Kölner Loft zu feiern, dem Ort, wo er seit Jahrzehnten seine Musik am liebsten präsentiert und dokumentiert. In drei unterschiedlich ausgerichteten Projekten möchte er langjährige Weggefährten und junge Musiker der Kölner Szene zusammenbringen und dafür Musik komponieren, die alle Facetten seines Wirkens widerspiegeln soll.
In diesen Kompositionen beschäftigt sich Nabatov mit für ihn wichtigen und teilweise zutiefst persönlichen Themen, Themen, die er bisher noch nie musikalisch umgesetzt hat.
Dazu kommt der Wunsch, diesen Projekten ein anderes Format zu geben: hat er in den letzten Jahren vor allem kleinere Besetzungen bevorzugt (Duos und Trios), so möchte er diese 3 Projekte mit größeren Ensembles realisieren.


Als Kind in Moskau durfte bzw. musste Simon Nabatov regelmässig die Opern im Bolschoi-Theater anhören, als Teil seiner früh-zeitigen Musikausbildung.
Das führte zu einem eher zwiespältigen Verhältnis zu diesem klassischen Musikgenre, Hass-Liebe im besten Fall. Natürlich, später im Westen angekommen und durch das erleben solche Werke wie z.B. „Wozzeck“, „Lulu“ oder „Die Soldaten“, revidierte er seine Einstellung. Trotzdem blieb er fern der Versuchung, selbst in dieser Richtung etwas zu probieren.
Umso stimmiger sein Wunsch, sich aus diesem Anlass der Herausforderung zu stellen und eine Art Kammeroper für zwei Sänger und Ensemble zu schreiben.
Als Stoff dafür dienen diverse bekannte Beziehungsgeschichten aus der Kunst-, Musik- und Literatur-Welt, jeweils als separate Szenen.
Erik Satie und Suzanne Valadon, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, Lee Krasner und Jackson Pollock – und weitere Paare – dargestellt im „Tanz“ der Liebe, gleichzeitig als Kampf um persönliche Macht und Ruhm, Selbstwert, ewiges Geben-und-Nehmen der begnadeten Narzissten – all das bildet den Inhalt in Nabatov’s Vorhaben.


Gefördert von

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