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VERSCHOBEN: Frank Wingold – Solo Guitar // CD-Release Konzert

Mittwoch 25. November 2020 - 20:30

DAS KONZERT WIRD INS JAHR 2021 VERSCHOBEN

Um Voranmeldung wird gebeten – Informationen zu Konzerten im LOFT während der Corona-Pandemie sowie zum Kartenerwerb hier!
also available in english

Karten:
normal 12,-€uro
Studierende 5,- €uro


Frank Wingold, Gitarre Solo, LOFT, Köln, Jazzstadt, Jazzstadt Köln, Cologne
© Bernd Arnold

Frank Wingold, langjähriger Erzeuger eigener Trio- und Quartett-Musik, gefragter Sideman und Gründungsmitgliede der Band Underkarl hat sich nun auf des wesentliche konzentriert: die Gitarre, bei ihm mit sieben Saiten, einer zusätzlichen tiefen Bass-Saite, puristisch und schnörkellos, ohne Effekte und ohne Loops. Zwei Gitarren, Nylon und Stahl, zwei Seiten einer musikalsichen Seele: zum einen Stücke basierend auf Standards und Originals, jedes eine musikalische Insel für sich selbst und extrem unterschiedlich voneinander. Dazu ein New-Orleans-Marching-Band-Tune sowie hin und wieder eine Eigenkomposition. Zum anderen freie Improvisationen, musikalisches Sinnieren, Nachdenken in Tönen, mit viel Raum und Zeit. Sologitarre jenseits von Klischees, voller Synchronizität, Vielschichtigkeit, impressionistischer Klangfarbe, Leidenschaft und Dynamik.

https://www.wingold.de/


Alexander Schmitz, Autor der deutschsprachigen Gitarren-Standardwerke „Das Gitarrenbuch„, „Jazzgitarristen„, „Die Gitarre“, Jazz- Rezensent und Journalist schreibt über das neue Album:

Das ist, bitte, eine Herausforderung, die handwerklicher und musikalisch-kompositorischer Expertise ohnegleichen bedarf, ohne Gags und Gimmicks, ohne Netz und doppelte Böden. Wingold suchte diese Herausforderung, nahm sie an – ein Soloprogramm aus 15 eigenen Stücken, Standards und Improvisationen – und bestand sie summa cum laude: ein Meisterwerk, moderne Solo-Jazzgitarre von olympischen Format.
Anfangs in »The Song Is You« wird die dichte Palette ausgelegt, perlende Singelines, zusammengehalten oder unterlegt von unerhört raffiniert platzierten Changes oder schwindelerregenden Arpeggien. Es ist buchstäblich alles drin: die Trickkiste des Fingerstylisten, die gleichsam linke und rechte Hand des Pianisten, Scruggs-Roles, Redneck-C&W, das präzise Timing – Gitarrenjazz in makelloser Vollendung und stupender inventiver Reife. In »It Might As Well Be Spring« scheint der souveräne Klassikgitarrist am Werk, und hier geschieht nichts um der Virtuosität, aber alles um der Gitarre willen, wo sie ganz sie selbst ist und in allen drei Zeiten atmet: Tradition, Zeitgenossenschaft und einem Morgen, das dem Fetisch für Elektronik, Eiseskälte und Anarchie die klangästhetisch schönsten Hohnfratzen schneidet. »Escapade« bietet die große Beherrschung moderner dissonanter Edelharmonien. »I’ll Be Seeing You« öffnet tiefe Einblicke in das Geheimnis Wingoldscher Meisterschaft. Und last not least reichen sechs »Improvisationen« von der gewagten Etüde (und der Simultaneität von Suche und Finden) übers Dramolett eines sparsam-stilvollen Nickens Richtung Andalusien mit wenigen tänzelnden Stimmen bis hin zur immer noch weiteren Reduktion aufs Wesentliche.
Kurzum: Solo-Jazzgitarre für Connaisseurs von höchster handwerklicher und musikalischer Delikatesse.