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Daniel García Trio „Traversuras“ // Mitschnitt des Deutschlandfunks

Donnerstag 9. Mai 2019 - 20:30

Daniel García – Piano
Reinier Elizarde “el Negrón” – Bass
Michael Olivera – Schlagzeug


© Juanjo Diego

Daniel García ist die wohl aufregendste Stimme der neuen Generation des spanischen Jazz. Der Pianist stammt aus Salamanca, studierte am renommierten Berklee College of Music u.a. bei Danilo Perez und erhielt dort 2011 auch die Auszeichnung für die beste Jazz Performance.

Daniel García bringt traditionelle spanische Klänge seiner Heimat und Jazz zusammen.

In seiner Musik verbindet García Jazz mit Flamenco und traditioneller spanischer Musik. Das Ergebnis ist eine eigenständige und ausdrucksstarke Musik, in der rhythmische Intensität mit harmonischer Finesse einhergeht. Gemeinsam mit seinen langjährigen Weggefährten, dem energetischen Bassisten Reinier Elizarde ‚el Negrón‘ und dem dynamisch agierenden Schlagzeuger Michael Olivera, sorgt García für musikalische Interaktion auf höchstem Niveau.

Konzentration und Intensität
Und das hat seine Gründe, sagt Daniel García: „Wenn wir spielen, versuchen wir uns auf das ‚intensive Zuhören‘ der Musik, die wir machen, zu konzentrieren. Wir tauschen ständig Informationen aus und reagieren darauf. Es ist wie das Formen einer Skulptur in Echtzeit, eine sehr intensive Erfahrung, und wir denken, dass wir das Publikum an dieser Intensität teilhaben lassen können„.

https://www.danielgarciadiego.com/


„Flamenco und Jazz sind Brüder“, sagt Pianist Daniel García, eine der aktuell wohl aufregendsten Stimmen der neuen Generation des spanischen Jazz. „Beide haben sie ähnliche Wesensmerkmale: Selbstausdruck, völlige Hingabe im Moment des Musizierens sowie das tiefe Erleben im Augenblick.“ Damit bringt er auf den Punkt, wovon „Travesuras“ erzählt: García taucht tief in die Musik seiner Heimat ein und verbindet diese Einflüsse mit dem Vokabular des modernen Jazz-Pianotrios. Das Ergebnis ist eine eigenständige und ausdrucksstarke Musik, in der rhythmische Intensität mit melodischem Reichtum, harmonischer Finesse und ungemeiner Virtuosität einhergeht.

Gemeinsam mit seinen langjährigen Weggefährten, dem Bassisten Reinier Elizarde “el Negrón” und dem Schlagzeuger Michael Olivera, sorgt García für musikalische Interaktion auf höchstem Niveau: „Wenn wir spielen, versuchen wir uns auf das ‚intensive Zuhören‘ der Musik, die wir machen, zu konzentrieren. Wir tauschen ständig Informationen aus und reagieren darauf. Es ist wie das Formen einer Skulptur in Echtzeit, eine sehr intensive Erfahrung, und wir denken, dass wir das Publikum an dieser Intensität teilhaben lassen können“. Auf zwei Stücken ergänzt der spanische Flötist Jorge Pardo das Trio, ein Veteran des Flamenco-Jazz, der auch schon mit den spanischen Musiklegenden Paco de Lucía und Camarón de la Isla bis hin zu Gerardo Núñez und Chano Domínguez zusammenspielte.

Entscheidend für die musikalische Entwicklung des 1983 in Salamanca geborenen García war vor allem Danilo Pérez, Grammy prämierter panamaischer Jazz-Pianist, der am Berklee College of Music in Boston sein Lehrer war und zum Mentor wurde: „In der Musik geht es um Wahrhaftigkeit und Selbsterkenntnis. Erst dann kann man tiefer zu den Dingen dringen und einen eigenen künstlerischen Ausdruck finden. Danilo hat mir den Weg gewiesen.“ Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: 2011 erhielt er in Berklee die Auszeichnung für die beste Jazz Performance. In der Folge spielte er mit namhaften Musikern wie Arturo Sandoval, Greg Osby und Perico Sambeat.

Auch die abendländische Kunstmusik ebnet Garcías künstlerischen Weg: Bevor er in die USA ging, durchlief er eine klassische Klavierausbildung am Castilla y León Conservatory in Salamanca, eine der besten Ausbildungs-städten des Landes: „Geht es im Jazz doch vor allem um das WAS, setzt die klassische Musik einen Fokus auf das WIE. Und eine gute Spieltechnik gibt mir die Freiheit genau das auszudrücken, was ich fühle.“ Es ist faszinierend zu hören, wie in Garcías Musik Kadenzen, Harmonien und Klangfarben aus der abendländischen Kunstmusik aufblitzen, ganz unverhofft eine Flamenco-Wendung nehmen, sich in Jazz-Harmonien auflösen oder in kraftvolle Improvisationen münden. Eine ganz direkte Reminiszenz an die klassiche Musik sind die vier Versionen von „Dream of Mompou“, die auf der Musica Callada des spanischen Komponisten Frederic Mompou basieren.

Flamenco, Jazz, klassische Musik. Das ist bei weitem nicht alles, was an musikalischer Substanz in García  schlummert, der sich selbst als Eklektiker bezeichnet. Rock, elektronische Musik, Musik des mittleren Ostens sowie kubanische Musik, sogar mit mittelalterlicher Musik und gregorianischen Chorälen hat er sich beschäftigt. „Sovieles hat die spanische Kultur beeinflusst und auch in mir Spuren hinterlassen. Stücke wie Vengo de moler und Travesuras reflektieren diese Entwicklung.“

„Travesuras“ ist alles andere als musikalisches Patchwork. Hier klingt nichts aneinandergereiht. Ausgangspunkt für Garcías Erkundungen sind oft aus dem Flamenco stammende harmonisch-rhythmische Grund-strukturen und melodische Phrasen: So findet man eine Solea in „Dream Of Miles“, oder ein Tango in „La Comunidad“. „Mein Ziel ist es, die originäre spanische Musik kraft der Improvisation in einen neuen Kontext zu überführen und stilistische Trennlinien unsichtbar werden zu lassen.“ In diesem Sinne ist auch der Albumtitel zu verstehen. Eine wirkliche Entsprechung für „Travesuras“ kennt das Deutsche nicht. Es ist die Art von unschuldigem, naivem Verhalten, wie man sie oft bei Kindern beobachtet, die ungezwungen die Welt entdecken. „Eine schöne Metapher für das, was ich versuche, zu tun: Schaue aus einem unbedarften Blickwinkel auf die Musik. Mach dich frei von Konventionen, lass dich treiben und du wirst sehen, ob nicht etwas Neues, interessantes dabei herauskommt.“


Tour 2019:
07.05.19 Wien/A Porgy & Bess
08.05.19 München Unterfahrt
09.05.19 Köln Loft mit DLF-Mitschnitt
10.05.19 Frankfurt Roman Fabrik
11.05.19 Hannover Jazzclub
12.05.19 Berlin A-Trane
24.05.19 Salamanca/E Teatro Liceo de Salamanca
31.05.19 Hamburg Elbjazz festival
15.06.19 Essen Zeche Zollverein /Festival


Biographie:

After graduating with honors in Castilla y León Conservatory, one of the leading music schools in Spain, Daniel García was awarded with a scolarship by AIE (Spanish Artists Association) to attend Berklee College of Music in Boston.

In Berklee Daniel expanded his concepts on Jazz and improvisation, thanks to the tutelage and good advise of masters Danilo Pérez (Wayne Shorter, Dizzy Gillespie…), John Patittucci (Chick Corea, Wayne Shorter…), Johanne Brakeen (Joe Henderson, Stan Getz…), Ray Santisi (Charlie Parker, Dexter Gordon…) or Dave Santoro (Jerry Bergonzy). Daniel is awarded with Berklee´s Best Jazz Performance Award in 2011 and invited by the great Danilo Pérez to preset his music as a main artist in Panama International Jazz Festival where he receives rave reviews by critics and audience.

It was Danilo who encourages Daniel to explore the fields of his most close-to-the-heart music worlds: Flamenco and Spanish traditional music, wich he always listened as a child and grew up with. And Jazz, wich he always loved and studied. So, Daniel started an exciting and deep journey to the cores of those musical worlds to research how those two musical arts can be blended and fusioned to a deeper level beyond the apparent.

Daniel García presents his first release as a leader “alba”, the result of this research, with collaborations from some of the best Spanish based musicians as Jorge Pardo (Pacode Lucía, Chick Corea…), Alain Pérez (Paco de Lucía, Irakere…), Ariel Brínguez (Irakere, JavierColina…) among others. The foundation of this work is try to redefine the concept of fusion between Spanish Traditional Music, Jazz, contemporary music and even rock, all from scratch. The result is an eclectic but full of coherence work in wich the boundaries between all those kinds of music become blurred, with improvisation as the thread that tights everything up.

Daniel has played and plays with some of the greatest musicians in America and Europe, as Arturo Sandoval, Greg Osby, Jorge Drexler, Javier Colina, Jorge Pardo, Antonio Serrano, Guillermo McGill, Perico Sambeat, Alain Pérez, Eguie Castrillo, Ariel Brínguez and Maureen Choi among others, being one of the most in-demand names in vibrant Spanish jazz scene and becoming “the supernova that is going to set the path of the present and future of flamenco-jazz”, according to the words of guru Spanish music critic Pere Pons.

Daniel is presenting “alba” (wich means “dawn”), in trio, along side with fellow musicians Reinier Elizarde (Avishai Cohen, Alfredo Rodríguez) on bass and Michael Olivera (Alfredo Rodríguez, Iván Melón) on drums, two of the most talented and creative musicians in Spain scene. In words of Daniel:

“I like to think of the trio as a tridimensional space in which each of us is an axis and through which you can move freely. When we are playing, we try to focus in the “intense listenig” of the music we are making. We are constantly changing information and reacting to that. It is like making a musical sculpture in real time. A very intense experience, and we think we can make audience participate of this intensity. When this connection between music and audience happens, it is really a magical moment very hard to explain with words. The process of making music with Reinier Elizarde and Michael Olivera is evolving constantly. Each concert is an adventure that you don´t know where is going to take you, like a road to nowhere. What matters is the journey…”