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ENTFÄLLT: Ausstellung & Konzert: „Mustang – Das kleinste Königreich der Welt“

Sonntag 22. März 2020 - 10:30

Auf Grund der aktuellen Corona-Krise entfallen alle Konzerte & Veranstaltungen im LOFT bis auf Weiteres. Wir informieren Sie, wenn der Betrieb wiederaufgenommen wird.
Bleiben Sie gesund – beachten Sie die Hygiene-Regeln!

Due to the Corona crisis, all concerts & events at the LOFT are on hold until further notice.
Stay well – heed the basic rules of hygiene!


 

 

ab 10.30 Uhr: Ausstellungseröffnung – Panorama-Fotografien von Jaroslav Poncar

11.30 Uhr: Konzert: Marta Dotkus – Cembalo & Hans Martin Müller – Flöte

Eintritt frei


Nach 30 Jahren
Im März 1990 fand die erste Ausstellung von Jaroslav Poncar mit Panorama Fotografien von Schlössern der Loire im LOFT statt. Dazu gab es damals ein Konzert mit französischer Barockmusik.
Nach mittlerweile über 30-jähriger Freundschaft begehen Jaroslav Poncar und Hans Martin Müller dieses Jubiläum mit einer Ausstellung, die einen kleinen Einblick in das vielfältige Werk Poncars geben soll: neben Fotos aus Mustang kann man sich anhand zahlreichen veröffentlichter Bücher – nicht nur mit Bildern aus Asien – ein Bild vom Schaffen des reisefreudigen Fotografen und Abenteurers machen.

Die Ausstellung ist am Sonntag, den 22.3. bis 18.00 Uhr geöffnet.

Marta Dotkus Hans Martin Müller LOFT Zu diesem Anlass gestaltet die Cembalistin Marta Dotkus zusammen mit dem Hausherren Hans Martin Müller dieses Mal selbst das musikalische Rahmenprogramm, mit Werken von Francois Couperin, Jacques-Martin Hotteterre, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach
Nach dem Konzert wird es einen kleinen Umtrunk sowie eine Stärkung geben.


Mustang – das kleinste Königreich der Welt

Mustang Jaroslav Poncar LOFT
© Jaroslav Poncar

Erst 1954 betrat das erste Mal ein „Westler“ Lomanthang, die Hauptstadt des Königreiches Mustang. Sie ist versteckt hinter den Achttausendern Annapurna und Dhaulagiri, am Oberlauf des Kali Gandhaki gelegen, 4000 m über dem Meeresspiegel. Bis 1992 schafften es nur 12 (!) Ausländer, von der nepalesischen Regierung eine Einreisegenehmigung in dieses Grenzgebiet zu West-Tibet zu bekommen. Später entschloss sich die Regierung von Nepal, einen „soft tourismus“ nach dem Muster von Bhutan zu betreiben: einer limitierten Anzahl – anfangs nur 1.000 Personen – durfte gegen eine hohe Tagesgebühr das Land betreten.
Vom Kontrollpunkt in Kagbeni waren es vier Tagesmärsche nach Lomanthang. Die Touristen waren gezwungen, eine lizenzierte Trekking-Agentur zu engagieren, und allen Müll, den sie während ihres Aufenthaltes erzeugten, bei der Ausreise vorzuzeigen.
Etwa 6.000 Menschen, verteilt über kaum 30 Dörfer, leben in Mustang, die meisten davon als Bauern und Hirten. Die Bevölkerung folgt dem tibetischen Buddhismus und spricht eine Sprache, die dem Tibetisch sehr nahe ist. Etwa 100 Familien wohnen innerhalb der Stadtmauern Lomanthangs, hier befinden sich u. a. zwei Tempel aus dem 15. Jahrhundert.
Bis vor Kurzem war der König von Mustang dem nepalesischen König tributpflichtig. Seitdem das Königreich Nepal zur Republik wurde, ist das Königreich Mustang zu einem Distrikt „degradiert“. Mittlerweile kann man die Hauptstadt mit dem Auto erreichen, aber immer noch braucht man eine Genehmigung für 50$ pro Tag, um in den Genuss der aufregendsten Landschaft in der Himalaja-Kette zu kommen.

Jarsolav Poncar Mustang LOFT Jaroslav Poncar hat zwischen 1996 und 2017 insgesamt sieben Reisen ins Königreich Mustang unternommen. Die Erste fand mit zwei Architekten im Rahmen eines Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft statt, welches die dort am ursprünglichsten erhaltene, tibetische Architektur dokumentieren sollte. Zu seiner Ausrüstung gehörten – wie auch auf seinen anderen zahlreichen Reisen, nicht nur im Gebiet des Himalayas – natürlich auch seine Panorama-Kameras…

https://poncar.de/