31. Mai 2010 20:30

WDR CAMPUS JAZZ

Offshore Quintett

und

Native Speakers

Offshore Quintett
Christoph Moeckel – ts.,, Dierk Peters – vibr., Constantin Krahmer - piano, David Andres – bass, Oliver Rehmann – drums

Aufbruch in neue Gewässer und Erkundung ferner Ozeane, das zeichnet die Musik des Offshore Quintetts aus. Ausschließlich eigene, persönliche Kompositionen sind der Heimathafen für eine Band, die voller Spielfreude geradewegs darauf lossegelt, ohne sich von Wind und Wetter einschüchtern zu lassen

Die ungewöhnliche Besetzung mit Saxophon, Vibraphon und Klavier lässt jede Menge Platz für neue Texturen und komplizierte Spontan-Manöver, mit welchen die Band die musikalischen Weltmeere unsicher macht. Hohen rhythmischen Seegang, wie auch lyrische Momente bei spiegelglatter Wasseroberfläche meistert die Crew gleichermaßen bravourös. Ein eingespieltes Team, das jeder stilistischen Witterung trotzt.

 

Native Speakers
Gert Kapo – piano, electr., Habib el Berr - vocals, bembri & perc., Epaminondas Ladas – guit. & bouzouki, Ahmed Eidd – bass, Sebastian Winne - drums

Über Ländergrenzen und Kulturen hinweg treffen sich "Native Speakers" in der Mitte der alten Welt. Sie begegnen sich auf dem Weg, das spirituelle Erbe verschiedener musikalischer Traditionen weiterzuentwickeln und mit der eigenen Herkunft und Persönlichkeit zu verbinden. Damit schaffen sie etwas Neuartiges, denn mit ihren vielfältigen Ursprüngen aus Albanien, Deutschland, Griechenland, Palästina und Marokko bewegen sie sich auf bislang nur sehr zaghaft beschrittenem Terrain.
Das Quintett holt seine Inspiration aus Elementen traditioneller Musik und kleidet sie in ein neu instrumentiertes Gewand. Experimentelle Klänge vom Balkan vereinen sich mit der Trance-Energie aus dem Maghreb. Die griechische Bouzouki spielt arabische Melodien und die nordafrikanische Bendir schweift in balkanischer Polyrhythmik. Adaptionen von traditionellem Liedgut aus Albanien finden sich im elegischen Klagegesang der Sufi wieder, erhoben auf tranceartige Ebenen durch marrokanische Gnawa-Themen.
Improvisation und eigene Kompositionen verschmelzen zu einem unkonventionellen, unverwechselbaren Ausdruck subtil ineinander - Beispiele für ein mit Leichtigkeit vorgetragenes musikalisches Grenzgängertum.
Eine Kreuzung oriental-mediterraner Lebensklänge mit urbanen Afrobalkan-Beats in einem Grenzen überschreitenden und Kulturen übergreifenden Klangkosmos.