Hans Lüdemann – Sebastién Boisseau – Dejan Terzic: ROOMS
Hans Lüdemann – piano & virtual piano ; Sebastién Boisseau – double bass ; Dejan Terzic – drums & percussion
Das Trio ROOMS ist eine „Offenbarung“ - so meint das französische Magazin Jazzman. Es eröffnet neue Perspektiven, erspielt sich mit Lust Freiräume, begibt sich auf musikalische Entdeckungsreisen.
Drei europäische Musikerpersönlichkeiten haben sich zu dieser Formation zusammengefunden: Hans Lüdemann, der deutsche Klaviervirtuose, Sebastien Boisseau, der französische Bass-Improvisator und Dejan Terzic, der deutsch-jugoslawische Klangkünstler am Schlagzeug. Nach der Premiere im Rahmen der Konzertreihe „die Kunst des Trios“ im Kölner LOFT 2007 und einem gefeierten Auftritt beim „Jazz d’Or“-Festival in Strasbourg/Frankreich erschien im Herbst 2010 die erste CD beim ungarischen Label BMC, die live beim „Jazzforum Budapest“ vorgestellt wurde. 2012 erscheint die vielbeachtete 5-CD- Box „die kunst des trios“, auf der ebenfalls ROOMS zu hören ist und die für den „deutschen Schallplattenpreis“ nominiert wurde.
Die musikalische Herangehensweise ist offen und zeugt von einem weiten Horizont. Sie integriert Einflüsse der Rockmusik und die elektronischen Erweiterungen des Flügelklangs mit dem von Lüdemann erfundenen „virtuellen Klavier“, welcher zum einzigartigen Klang des Trios beiträgt. Das Resultat ist aufregend, lebendig und unbedingt zeitgenössisch. Dabei gibt es keine Zitate oder postmoderne Beliebigkeit, sondern die Kompositionen Hans Lüdemanns sorgen für eine verbindende und ausdrucksstarke persönliche Musiksprache, auf deren Basis die Musiker zu großer Freiheit in der Improvisation finden. Jedes Stück erzählt seine eigene Geschichte, ob es um melancholische Gefühle geht („Love Confessions“), vitale afrikanische Impressionen („le Balaphon blanc et noir“) oder düstere Stimmungen mit verfremdetem Klavierklang („Disturbed“). „Jukebox“ von Dejan Terzic bringt tänzerische Elemente, Stücke von Sebastien Boisseau lyrische Klangfarben in das Trio.
Vom ersten Ton an hat dieses Trio seinen eigenen Klang gefunden und ein magisches Einverständnis, aus dem heraus sich ein müheloser Fluss musikalischer Ideen entwickelt. Diese können sowohl ein Hineinversenken in den einzelnen Ton sein, sie können aber auch eruptiv und sehr dynamisch werden. Das Trio swingt und ist tief verwurzelt im Jazz, nimmt sich aber den Raum, um die Musik jederzeit in unerwartete Richtungen zu lenken.