Die Betreiber

© Hyou Vielz
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Der Gründer des LOFTs Hans Martin Müller wurde 1952 in Geldern am Niederrhein geboren. Im Blockflötenkreis des CVJM Posaunenchores in Kamp-Lintfort begann seine musikalische Karriere. Flöten- und Saxophonunterricht folgten und schon in jungen Jahren lag ein Schwerpunkt seines Interesses bei der „aktuellen“ Musik, und die hieß damals Jazz, Rhythm&Blues und Soul und so spielte er 1967 in seiner ersten Band mit dem Gründer des New Jazz Festivals Moers Burkhard Hennen gemeinsam in einer Bläsergruppe.
Weitere Gruppen folgten, bis seine eigene Band Schacht IV Anfang der siebziger Jahre in Moers Kultstatus erlangte. 1971 begann er das Bergbaustudium nach einem 1 ½ jährigen Praktikum unter Tage in Aachen, doch als er nach einem Semester von der Eröffnung des Jazz Seminars in Köln (Manfred Schoof und Peter Trunk waren die Verantwortlichen) hörte, wollte er sich für einige Zeit ganz der Musik widmen.
Es folgte der Umzug nach Köln, wo er dann 5 Jahre über dem Jazzclub „Päff“ wohnte. Sein besonderes Talent lag jedoch mehr auf dem Gebiet der klassischen Musik, denn nach knapp einem Studienjahr gewann er 1973 den Kölner Hochschulpreis im Fach Flöte, Anfang 1974 wurde er Soloflötist in der Rheinischen Philharmonie Koblenz und im November 1974 stellvertretender Soloflötist im Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks, wo er bis zu seiner Pensionierung Ende 2014 tätig war.

Hans Martin Mülle 05/2009 @ Köln Philharmonie © Hyou Vielz
Hans Martin Mülle 05/2009 @ Köln Philharmonie © Hyou Vielz

1977 begann seine Tätigkeit als Dozent für eine Hauptfachklasse an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, die bis zum Jahre 2002 dauern sollte und ihn zu einem der erfolgreichsten Flötenpädagogen Deutschlands machte. Acht Jahre war er Soloflötist des Bayreuther Festspielorchesters, er spielte in zahlreichen Kammerorchestern als Soloflötist oder Solist und war Mitglied in verschiedenen Kammermusikformationen wie z.B. dem Consortium Classicum.

Als jahrelanger Vorstand des WDR Sinfonie Orchesters, Vertreter der Lehrbeauftragter der Kölner Musikhochschule und Personalrat des WDR standen und stehen neben dem eigenen Musizieren auch immer musikpolitische Themen im Mittelpunkt seines Interesses, ein nebenberufliches Studium „kulturelles Management“, ein Sabatical 1996/97 in New York und Paris waren die Folge, das LOFT und sein Programm sind das Ergebnis dieses Interesses.

Hans Martin Müller 1997 im LOFT © Hyou Vielz

Vor allem hat ihn aber die Begeisterung für die Musik in allen ihren Spielarten nie verlassen. So ist in Köln eine der aktivsten Personen der freien Musikszene ein Orchestermusiker und auch das mit ganzer Profession. 1998 wurde er Ehrenmitglied der Kölner Gesellschaft für Neue Musik. Seit Dezember 2014 ist er pensioniert.

Im Februar 2015 verlieh ihm der Bundespräsident für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten das Bundesverdienstkreuz am Bande.


Urs Benedikt Müller 2018 @ LOFT © Max Daerr
Urs Benedikt Müller 2018 @ LOFT © Max Daerr

Die Erinnerungen an ein Leben ohne LOFT sind zwar noch vorhanden, aber schon deutlich verblasst: seit den ersten Stunden im November 1987 begleitet Urs Benedikt Müller – der Sohn des Gründers und Betreibers Hans Martin Müller – die Entwicklung des LOFTs. In den frühen Jahren schwerpunktmäßig noch eher der Tischtennisplatte im 2. Stock verbunden, stieg er mit fortschreitendem Alter mehr und mehr unterstützend ins Tagesgeschäft ein, z.B. bei der Planung und Betreuung der Konzerte und der Öffentlichkeitsarbeit (Gestaltung der Homepage etc).

Nach Abitur am traditionsreichen Gymnasium Kreuzgasse in Köln  – schon Alexander von Schlippenbach erlangte hier seinerzeit die allgemeine Hochschulreife – und absolviertem Zivildienst begann Urs Benedikt 2003 sein Studium der Biologie (mit Schwerpunkt Genetics) an der Universität in Köln, das er nach einem Auslandssemester 2007 (University of Otago, Dunedin, New Zealand) mit Diplom (Genetics / Molecular Evolution) und dem Prädikat „mit Auszeichnung“ im Jahr 2009 beendete. Es folgte ein Promotionsstudium (Molecular Parasitology), welches er nach längeren Forschungsaufenthalten in Indien, Brasilien und Portugal im Jahr 2014 „magna cum laude“ abschloss. Im Frühjahr 2017 verließ er die Universität, um seine Energie für einige Zeit ganz dem LOFT zu widmen. Er konzeptionierte den Internetauftritt neu, verbesserte Kommunikation und Organisation und ist sowohl im LOFT als auch in der Kölner Jazzszene eine prägende Figur geworden: von September 2016 bis Juni 2018 war einer von drei Sprechern der Kölner Jazzkonferenz, der kulturpolitischen Interessenvertretung des Jazz und der Improvisationsmusik in Köln. Seit Juni 2018 ist er Mitglied des Vorstandes des Vereins Kölner Jazzkonferenz e.V..